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von Charly's Ranch e.V.

Wie Charly's Ranch entstand - Ursprung und Grundgedanke

Unsere Geschichte

Charly (l.) ist das Pony, das Myriams Leben verändert. Er kommt 2014 in einem furchtbaren Zustand zu ihr – schrecklich abgemagert und mit einigen schmerzhaften Krankheiten. Es steht sehr schlecht um ihn. Myriam kämpft mit ganz viel Herzblut für das Pony, und mit ihrer Unterstützung schafft Charly es tatsächlich. Sechs Monate, nachdem sie ihn das erste Mal gesehen und beschlossen hat, ihm zu helfen, ist er ein fröhliches Pferd, das wieder Heu mümmeln und Gras zupfen kann und sich seines Lebens erfreut.

Als Myriam und Kristina Anfang 2017 beschließen, ihre beiden benachbarten Höfe zu einem Lebenshof zu vereinen und einen gemeinnützigen Verein zu gründen, ist schnell klar, dass Charly der Namensgeber des Projektes sein soll. Er steht stellvertretend für das viele Leid, das Menschen Tieren – manchmal auch aus Unwissenheit – antun. Tieren wie Charly möchten wir eine Heimat geben und ihnen zeigen, wie schön das Leben sein kann.

Auch Myriam und Kristina haben mal „ganz klein“ angefangen. Bevor ihr Fernziel Lebenshof überhaupt nur am Horizont erscheint, retten beide unabhängig voneinander verletzte Igel (Myriam) und verwaiste Katzen (Kristina).

Kristina ist schon als Kind äußerst tierlieb, wächst mit Katzen auf, hat Mäuse und Kaninchen und entwickelt früh den Wunsch, Tiere zu beschützen. So wird sie bereits mit 13 Jahren Vegetarierin, später dann vegan. Schnell ist ihr klar, dass man nicht gleichzeitig bestimmte Tiere lieben und andere essen kann.

Bereits 2012 wird Kristinas Traum von einem eigenen Hof, auf dem sie Tieren ein Zuhause geben kann, wahr. Mit ihrem Freund Sebastian kauft sie einen Resthof in Hamm, zu dem ein Hektar Land gehört. Neben den drei Katzen Auri, Maya und Amy, die schon vorher bei Kristina leben, ziehen als erstes die beiden Schweine Lilly und Freddy auf den Hof. Kurz darauf kommen die ersten fünf Hühner. Der Nachbar, der Hühner zur Eierproduktion hält und sie tötet, sobald ihre Legeleistung nachlässt, fragt Kristina, ob er ihr ab und zu mal Hühner bringen darf. Denn sie zu töten, fällt ihm nicht leicht. Er hilft Kristina, den Stall einzurichten und überlässt ihr einige Hennen.

Hühner sind spannende und kluge Tiere

Kristina: „Schon kurze Zeit später war ich total hühnerverliebt. Diese Tiere haben ein sehr interessantes Sozialverhalten. Die Hähne kümmern sich um ihre Hennen, sie suchen das Futter und rufen sie dann heran. Sie beobachten den Himmel, wenn die Damen essen, um Greifvögel und andere Gefahren schnell zu erkennen. Das Beste ist, dass Hühner auch lügen können. Einmal konnte ich beobachten, dass der Hahn sich mit einem Huhn paaren wollte, was ihm nicht gelang, weil die Henne immer wieder wegrannte. Also änderte Karl seine Strategie und tat so, als habe er unter einem Baum einen fetten Wurm entdeckt. Dazu muss man wissen, dass der Laut für „Futterhappen“ ganz anders klingt als beispielsweise der für „Gefahr“. Ob seines Rufes guckte die Henne also sehr interessiert zu ihm hinüber und überlegte kurz, ob sie hinrennen sollte. Das tat sie dann aber nicht – ganz offensichtlich hatte sie Karls Strategie durchschaut. Für mich war das ein Aha-Erlebnis, dass auch Hühner lügen können bzw. in der Lage sind, eine Lüge zu durchschauen.“

2013 kommt auch in Myriams Traum vom eigenen Hof Bewegung. Sie lernt ihren Freund André kennen, der es ihr mit seinem Hof ermöglicht, auch andere Tiere als „nur“ Igel zu retten. Bald schon ziehen Ponys, Laufenten und Gänse bei den beiden ein. Myriams erster Hund ist Anna, genannt Anneliese. Sie stammt ursprünglich von einem Vermehrer und kommt zunächst zu einer jungen Familie, die überfordert mit ihr ist. Anneliese hat das große Glück, einen Großteil ihres Lebens bei Myriam verbringen zu können, bevor sie im Februar 2018 im Alter von 15 Jahren friedlich einschläft.

Die Liebe zum Land

Myriam hat in ihren Kindertagen viel Zeit bei ihrer Oma, die einen Hof mit Hunden und Hühner hatte, verbracht. Ihr gefällt, dass man sich selbst versorgt und Obst und Gemüse selbst anbaut und weiterverarbeitet. Myriam liebt das Landleben, mag auch Tiere, hat aber zu dem Zeitpunkt den Tierschutzgedanken für sich noch nicht entdeckt. Etwa mit 18 Jahren wird sie auf PETA aufmerksam und erkennt, dass es Organisationen gibt, die sich für Tiere einsetzen. Das ist ein Schlüsselerlebnis. Je mehr sie über das Leid der Tiere erfährt, desto mehr möchte sie selbst ihnen helfen. Anneliese begleitet sie zu dem Zeitpunkt bereits. 2012 wird Myriam Vegetarierin, weil sie erkennt, dass alle Tiere gleich sind und ein friedliches und freudvolles Leben führen möchten. Ganz genauso wie wir Menschen.

Derzeit kümmern sich Myriam und Kristina um etwa 40 Tiere vom Huhn bis zum Pony. Nach wie vor päppelt Myriam zudem Igel oder verletzte Vögel auf, die ihr von lieben Menschen gebracht werden oder die sie selbst auf den Spaziergängen mit ihren Hunden findet. Kristina gibt im heißen und trockenen Sommer 2018 zwei Entenfamilien ein Zuhause. Sie nutzen gerne die Wasserstellen und teilen sich das Futter mit den Hühnern. Gerade sind auch rund ein Dutzend Spatzen in den Hühnerstall gezogen - offenbar wollen sie hier überwintern.

Nichts geht ohne die Ehrenamtlichen

Der ganze Einsatz für Tiere wäre aber nicht möglich ohne ehrenamtliche Helfer. Hier sind besonders Tim und Darleen zu erwähnen, die die Hunde ausführen und bei Arbeiten wie Misten und Unterstände bauen helfen. Auch Martin ist immer zur Stelle, wenn irgendwas auf Charly’s Ranch zu tun ist. Zudem ist Martin Pate von Maya. An dieser Stelle ein ganz lieber Dank an alle Paten, die uns ebenfalls eine große Hilfe sind. Neben Spendern und Paten freuen wir uns immer über Tierfreunde, die sich ehrenamtlich engagieren möchten. Kontaktiert uns einfach!

Gemeinsam können wir viel für benachteiligte Tiere erreichen!