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von Charly's Ranch e.V.

Seit dem 29. März 2020 leben nur noch zwei Schweine auf Charly's Ranch, nachdem unser Senior, der liebe Freddy, über die Regenbogenbrücke ging. Freddy lebte schon seit 2012 bei uns und musste im August 2019 den Tod seiner Schwester Lilly verkraften. Daher holten wir im September 2019 Stan und Olli zu uns. Freddy freundete sich schnell mit beiden an und spazierte häufig zusammen mit Stan über die Obstwiese.

Freddy und Lilly kamen schon 2012 zu uns – damals entdeckten wir über Facebook, dass ein Reiterhof in der Nähe von Hannover die beiden Schweine loswerden wollte. In dem Posting hieß es wie so oft: „Sonst werden sie geschlachtet!“ Das wollten wir auf jeden Fall verhindern! So kam es, dass Kristina mit ihrem Onkel und einem großen Anhänger hinter dem Auto gen Hannover fuhr, um Lilly und Freddy abzuholen und ihnen ein Rentnerleben in Ruhe und Frieden zu ermöglichen. Wir freuen uns, dass beide noch über sieben Jahre bei uns leben konnten und erst im hohen Alter von jeweils 17 Jahren starben.

Stan und Olli konnten in ihrem alten Zuhause nicht bleiben, weil die Frau, bei der sie lebten, nicht mehr in der Lage war, sich entsprechend um sie zu kümmern. Daher hatte das Veterinäramt bereits mit Schlachtung gedroht. Zum Glück und dank ganz toller lieber Menschen, die uns die Tiere vermittelten und brachten, können sie nun ihr Leben bei uns genießen.

Auf dem Reiterhof hatten Lilly und Freddy sicherlich kein leichtes Leben – sie waren als junge Tiere zur Bespaßung der vielen Kinder, die auf so einem Hof ein- und ausgehen, angeschafft worden. Hier hatten sie wohl nur selten ihre Ruhe und waren meist von einer Kinderschar umgeben, die sie ständig streichelte und fütterte. Als wir Lilly und Freddy abholten, waren sie demnach auch stark übergewichtig, und wir mussten sie erst mal auf Diät setzen. Zu dem Zeitpunkt waren die beiden schon zehn Jahre alt und noch nie von einem Tierarzt untersucht worden. Besonders für Lilly hatte das gesundheitliche Probleme zur Folge.

Lilly und Freddy waren anfangs sehr schüchtern und ängstlich – kein Wunder, wenn man sich vorstellt, dass sie ein Jahrzehnt lang von immer wechselnden Kindern angefasst und sicherlich nie nach ihren Bedürfnissen gefragt wurden. Später waren sie sehr anhänglich und freuten sich, wenn wir sie in ihrem Haus, auf ihrer Terrasse oder in ihrem Garten, wo sie nach Herzenslust wühlen konnten, besuchten.

Schweine sind sehr reinliche Tiere, die normalerweise ihren Schlafplatz sauber halten und strikt trennen von dem Ort, wo sie ihr Geschäft verrichten. In der Massentierhaltung haben sie die Möglichkeit dazu gar nicht und müssen da machen, wo sie auch schlafen. Allein das ist für diese sensiblen Tiere schon eine Tortur – zumal ihre Nasen viel empfindlicher sind als unsere und der Gestank für sie noch viel schlimmer ist. 

Lilly und Freddy waren eng mit den Hühnern befreundet. Anfangs sollten die Schweine und die Hühner in zwei benachbarten Häusern leben, doch dann sind die Hühner aus freien Stücken zu Lilly und Freddy gezogen. Auch Stan und Olli haben nichts gegen die gefiederten Mitbewohner. Häufig genug sitzt das ein oder andere Huhn auf ihnen oder im Stroh neben ihnen. Und wenn es was zu essen gibt, futtern sie gemeinsam um die Wette. Zu guter Letzt haben wir im Schweinehaus Stangen für die Hühner angebracht, damit sie sich hier niederlassen können. Das gefällt allen Beteiligten sehr.

 

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