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von Charly's Ranch e.V.

Otto, Gustav, Shaun und Fred haben es faustdick hinter den Ohren. Erst kürzlich haben sie in einer Nacht- und Nebelaktion den Elektrozaun niedergerissen und die neugewonnene Freiheit ausgiebig genossen. Als wir morgens zum Füttern über den Hof liefen, sahen wir, was die Vier angestellt hatten.

Und wo fanden wir sie? Bei den Nachbarn. Dort machten sie sich gerade genüsslich über die Hecke her. Als nächstes muss also ein neuer und stärkerer Elektrozaun her, der die vier Schafe daran hindert, die Nachbarn zu besuchen.

Du möchtest helfen, das Leben der Schafe auf Charly's Ranch so schön wie möglich zu gestalten? Dann übernimm eine Patenschaft für alle Schafe oder eine Patenschaft für ein spezielles Schaf.

Übrigens: Die Schafe freuen sich auch riesig über Futterspenden: Am liebsten sind ihnen Stroh, Heu, Schafpellets (z. B. von Raiffeisen), Möhren und Äpfel.

 

Otto, Gustav, Schaun und Fred kommen aus einem Berliner Tierversuchslabor. Am 30. April 2017 fuhren wir morgens um 6 Uhr los, um die vier Schafe zu uns zu holen und ihnen ein friedliches und freies Leben zu bieten, in dem sie nie wieder für menschliche Zwecke genutzt werden. Einer unserer Fans und Unterstützer, Thorsten, ist LKW-Fahrer und erklärte sich bereit, die anstrengende Tour mit uns zu machen. Wir mieteten also einen Anhänger, Thorsten nahm sein Privatauto, das mit einer Anhängerkupplung ausgestattet ist, und los ging's.

Vier Stunden später waren wir in Berlin und lockten Otto, Gustav, Shaun und Fred mit Leckerlis in den Anhänger. Doch dann erblickten wir zwei kleine Kamerun-Schafe, die etwas schüchtern und verloren in der Gegend herumstanden. Da das Tierversuchslabor, wie wir daraufhin erfuhren, die beiden ebenfalls loswerden wollte, nahmen wir Merle und ihr Lämmchen Einhorn auch gleich mit.

Für den Rückweg brauchten wir sechs Stunden, schließlich wollten wir unsere wertvolle „Fracht“ sicher und heil ans Ziel bringen. So waren wir erst abends um 22 Uhr wieder auf dem Hof, und es war längst dunkel. Vorsichtig und sehr schüchtern gingen die Schafe auf die große Wiese, die wir in den Wochen zuvor für sie liebevoll mit Häuschen, Unterständen und Kletterhügel eingerichtet hatten. Nur Fred, der Neugierigste von allen, machte sich gleich daran, sein neues Zuhause auszukundschaften. Es dauerte einige Tage, bis die Schafe sich eingelebt hatten, und langsam Vertrauen zu uns entwickelten.

Die zwei Kamerun-Schafe sind bis heute extrem schüchtern und lassen sich nicht anfassen. Gleichwohl schauen sie aber neugierig um die Ecke, sobald einer von uns Richtung Wiese kommt, und möglicherweise etwas zu essen dabei hat. Die vier großen Schafe haben schnell jegliche Scheu und Schüchternheit abgelegt. Sie folgen uns auf Schritt und Tritt über das Gelände und fordern ihr Essen sehr konsequent ein. Wehe, wir verteilen morgens Brot sowie Obst und Gemüse nicht schnell genug – dann kann es schon mal einen Schubser geben, der da heißt: „Hey, mach hinne! Wir haben Hunger!“

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